dgs doppelpunkt
Fortbildungsinstitut für Sprachheilpädagogik
Dr. Ulrich Stitzinger

Förderdiagnostik im inklusiven Kontext -
Wie gelingt es unter den aktuellen Bedingungen?

16. Mai 2020  - Seminarplatz verfügbar -

In der inklusiven schulischen Praxis stellt sich insbesondere das Problem, erschwerte Zugänge bei Kindern im Bildungsprozess zu erkennen und Unterstützungsmaßnahmen umzusetzen, ohne zu etikettieren und zu stigmatisieren. Dabei besteht die Gefahr, dass vor allem Schülerinnen und Schüler mit sprachlich-kommunikativen Beeinträchtigungen mit ihren Problemlagen nicht identifiziert werden, da sich oft auf der expressiven sprachlichen Oberfläche keine Auffälligkeiten zeigen. Zudem bleiben die Auswirkungen von Sprachentwicklungsstörungen beispielsweise auf den Schriftspracherwerb oder auf mathematische Bearbeitungsfähigkeiten häufig unerkannt.

Vor diesem Hintergrund wird in dieser Fortbildungsveranstaltung zunächst auf die Problemstellung der Diagnostik in der inklusiven Schule eingegangen. Im Schwerpunkt des Seminars stehen ausgewählte Überprüfungsverfahren im Bereich Sprache und Kommunikation. Die Teilnehmenden erhalten einen strukturierten Überblick zu diagnostischen Inventaren, um phonetisch-phonologische, semantisch-lexikalische, morphologisch-syntaktische und pragmatisch-kommunikative Fähigkeiten von Kindern wie auch Vorläuferfähigkeiten zum Schriftspracherwerb und Mehrsprachigkeitsverläufe beurteilen zu können. Ebenfalls werden Zusammenhänge sprachlich-kommunikativer Störungen zu anderen primären Beeinträchtigungen in den Blick genommen. Außerdem werden diagnostische Settings im Hinblick auf Ökonomie bzw. Effektivität diskutiert und Lösungen erarbeitet.

Im Seminar werden abschließend Ableitungen für die spezifische Förderplanung hergestellt und Möglichkeiten zur Evaluation sprachlich-kommunikativer Lernprozesse erörtert. Die Teilnehmenden erhalten in der Veranstaltung die Gelegenheit, die theoretischen Impulse an konkreten diagnostischen Materialien zu erproben und Perspektiven für die eigene Praxis zu entwickeln.

Das Seminar bezieht sich inhaltlich auf die Arbeit mit Kindern im Alter von 5 bis 11 Jahren

 

Dr. Ulrich Stitzinger: seit 2012 wissenschaftlicher Mitarbeiter der Leibniz Universität Hannover, Institut für Sonderpädagogik, Abt. Sprach-Pädagogik und –Therapie; Arbeits- und Forschungsschwerpunkte im Bereich der Professionalisierung und Interaktion im sprachlich-kommunikativen Bildungskontext; zzt. Studie zur Schreibentwicklung von Kindern in NRW im MSB geförderten STIFT Projekt; Bundesreferent für Fortbildungen und Landesreferent für Hochschulen der dgs; Leitung. der Weiterqualifizierung für Sprachförderkräfte in Hannover; Promotion im nifbe-Projekt BiKES zum Thema Pädagogische Fachkräfte im Kontext sprachlich-kultureller Diversität; mehrjährige Tätigkeit als Fachleiter am Studienseminar Hannover für das Lehramt für Sonderpädagogik sowie als Förderschullehrer an verschiedenen Förder- und Regelschulen; Studium Lehramt für Sonderpädagogik sowie der Studienfächer Visuelle Kommunikation und Sozialwesen an den Universitäten Marburg, Gießen und Kassel.

 


 

Zielgruppe:

Lehrer*innen für Sonderpädagogik aller Fachrichtungen; Grundschullehrkräfte; Studierende

Veranstaltungstermin:

Samstag, 16.05.2020 von 09:30 bis 18:00 Uhr

Teilnehmerzahl:

mindestens 13, maximal 20 Personen

Ort:

Ibis-Hotel Dortmund West
Sorbenweg 2  
44149 Dortmund

Anmeldungsschluss:

17. April 2020

Fortbildungspunkte:

9

Ibis-Zimmerkontingent:

zum günstigsten Tagespreis von 79,00 € EZ/Ü/F buchbar bis 17.April 2020 Infos dazu hier.

 
 

Teilnahmegebühr inklusive Verpflegung:

Mitglieder der dgs Landesgruppe Westfalen-Lippe

320,00 €

Studierende/LAA der dgs-Landesgruppe Westfalen-Lippe

288,00 €

dgs-Mitglieder

330,00 €

Studierende/LAA

297,00 €

Nichtmitglieder

363,00 €

Studierende/LAA Nichtmitglieder

326,00 €

 

 

QM-VNR 20-0237


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